Unglaublich! Oma im Carepaket verschickt und aufgegessen!

Mythos

Bei meinen zahlreichen Recherchen und Erlebnissen mit und über „unwahrscheinliche Geschichten“ bin ich auf eine Geschichte aufmerksam geworden, von der ich nur einen kleinen vergilbten Spickzettel in einer Dose fand. Ich erinnere mich noch, dass meine Mutter diese im Familien- und Freundeskreis erzählt hat. Ich hatte vor vielen Jahren den Notizzettel geschrieben, damit ich die Geschichte nicht vergaß. Meine Mutter hat damals Stein und Bein darauf geschworen, dass sie echt ist. Obwohl…
Nun, ich erzähl sie einfach einmal:

Im Erzgebirge, droben in Freiberg war es direkt nach dem Krieg, wie auch sonst überall, mit der Nahrung nicht sonderlich gut bestellt. Jeder war froh, hin und wieder ein Carepaket zu erhalten. Kaffee, Schokolade, Zucker, Zigaretten und all die herrlichen Dinge, die heute selbstverständlich, nach dem Kriege absolut rar und teilweise überlebenswichtig waren, konnte man darin finden.
Wohl dem, der einen Verwandten in den Vereinigten Staaten hatte, der öfters einmal ein Carepaket schicken konnte. Und so ist es auch den Nachbarn meiner Mutter ergangen. Mit regelmäßiger Pünktlichkeit bekamen diese alle 3 Wochen ein solches Paket zugeschickt. Eines Tages dann, war neben den üblichen Lebensmitteln auch eine große verzierte Dose mit einem dunklen Pulver im Paket. Man freute sich. Konnte es sich doch nur um eines dieser modernen Nahrungsergänzungsmittel handeln, die Vitamine, Eiweiß und Proteine enthielten. Und so kam diese Dose in den Küchenschrank und jeden Morgen bekam jedes Familienmitglied einen Löffel voll davon ab. Der Geschmack war zwar nicht besonders, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit.
Etwa zwei Wochen später kam ein Brief aus den Vereinigten Staaten an. Der Postbote entschuldigte sich dafür, dass der Brief so lange unterwegs war. Aber er ist erst einmal nach Freiburg im Breisgau gegangen, statt nach Freiberg in Sachsen. Die Adresse war aber auch etwas unleserlich und teilweise fehlerhaft. Ein Wunder, dass er überhaupt zum richtigen Empfänger gefunden hatte. Schnell ging man zurück ins Haus und der Brief wurde geöffnet.

„Liebe Else“, stand dort geschrieben. „Leider muss ich dir mitteilen, dass Großmutter Berta vor 4 Wochen im Alter von 91 Jahren gestorben ist. Auf ihren besonderen Wunsch hin haben wir sie einäschern lassen und aus Kostengründen einfach dem Paket beigepackt. Bitte sorgt für eine ordentliche Bestattung. Anbei lege ich euch noch 200 Mark für eure Kosten bei. Es tut uns ja so Leid…“

So, und jetzt entscheiden Sie selber:
Kann es sein, das diese Geschichte, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag, der reinen Wahrheit entspricht? Oder habe ich Sie einfach nur geschickt hinters Licht geführt? Vieles ist doch bei näherer Betrachtung anders, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Ist es ein moderner Mythos, der selbst Fachleute in die Irre führt?

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