Flakon des Todes

Ich

Nathalie schaute auf den Flakon. Fast voll! Das war gut, denn so reichte der Vorrat etwa zwei bis drei Wochen. Leicht fluoridzierend strahlte der Inhalt in violettem Licht und gab dem Parfüm einen dämonischen Tatsch.
Nur Eingeweihte wussten um das Geheimnis dieses Flakons. Und derer gab es nur noch zwei auf der Welt. Das war sie und Geradon, ein Dämon zweiter Klasse.
Heute hatte sie wieder dafür gesorgt, das der Pakt erfüllt wurde. Als Dank füllte sich der Flakon automatisch wieder auf. Wehe, wenn er einmal leer würde. Dann war Zahltag! Dann musste sie ihren Teil des Paktes erfüllen. Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken runter, als sie daran dachte.

Ihr Blick fiel aufs Bett. Dort lag Franklin – oder das, was noch von ihm übrig war. Er sah wirklich nicht besonders schön aus, in seinem jetzigen Zustand.
Bedenkt man, dass der Mensch zu etwa 90 % aus Wasser besteht, so dürfte Franklin wohl nur noch 5 %, wenn nicht gar weniger, beinhalten.
Tod und mumifiziert lag er da. Alle Lebenskraft war aus ihm gewichen und seine Seele schmorte in der Hölle. Als Dank war der Flakon wie durch Zauberhand wieder gefüllt worden. Und das war gut so. Hatte es mit dem Parfüm doch seine Besonderheit.
Sobald Nathalie einige Tropfen davon auf der Haut hatte, war sie unwiderstehlich. Ob es sich nun um ihr Liebesleben handelte oder ob es um ein neues Geschäft ging – Nathalie blieb Sieger!

Das war nicht immer so. Noch vor einem halben Jahr war Nathalie eine kleine Angestellte bei Vanderbild, einem kleinen Makler in der Vorstadt von London. Jeden Tag der gleiche Trott. Jeden Tag einen Chef, der sie nervte und wenn sie einmal keinen Abschluss tätigte, auch noch der Unfähigkeit beschimpfte. Dies war besonders schlimm, seit sie ihn abblitzen ließ, nur weil sie nicht mit ihm ins Bett steigen wollte. Nicht das sie prüde war, im Gegenteil. Aber wer ihren Chef kannte, der wusste, dass sich daran auch keine Frau verging, die 20 Jahre auf einer einsamen Insel darbte.

Dann kam der Tag, es war am 17. Mai. Sie wusste es noch, als wäre es erst gestern gewesen: Nathalie hatte den Auftrag bekommen, eine wirklich unansehnliche und überteuerte Villa in einem Vorort einem Kunden zu zeigen und möglichst gleich zu verkaufen. Natürlich wurde dies nichts und sie hatte keine Lust, schon zurück ins Büro zu fahren. Dort würde der alte Bock eh wieder versuchen, sie anzutatschen. Und wenn sie dies nicht mochte, sie der Unfähigkeit zu beschimpfen. Also ging sie einige Schritte, bevor sie den Bus nahm, um ins Büro zu fahren.
Nathalie ging in die Seitenstraße. Hinterher wusste sie nicht, weshalb sie gerade dorthinein bog, aber jetzt war sie da und schaute in das beleuchtete Schaufenster des chinesischen Ladens.
Mitten im Schaufenster stand auf einem kleinen Podest der Flakon. Irgendwie geheimnisvoll wurde sie von ihm angezogen und wie unter Trance zog es sie in das Geschäft.
„Hallo Miss. Was kann ich fül sie tun.“ Ein kleiner Chinese wieselte um sie herum und schaute sie mit seinen Augen durchdingend an.
„Ich..“
„Ja, ich weiß Miss. Sie kommen wegen des Flakons.“ Er ließ Nathalie gar nicht zu Wort kommen, sondern nahm den Flakon aus dem Schaufenster und zu Nathalie ins Hinterzimmer.
„Liechen Sie Miss!“ Er nahm den Flakon und gab ihr vorsichtig einen Tropfen auf den Handrücken. Nathalie roch daran und war hin und weg…
Dieses Parfüm musste sie haben. Egal was es kostete. So einen Duft hatte sie noch nie gerochen. Eine Mischung zwischen schweren, betörenden Düften. Aber auch mit der Frische und Klarheit der Jugend. Dem konnte niemand widerstehen.
„Was kostet denn das Parfüm. Es riecht ja phantastisch.“ Nathalie roch noch einmal an ihrem Handrücken und schloss verträumt die Augen.
„Das Parfüm ist unvelkäuflich, Miss.“
„Aber ich muss es haben!“ Fast zornig hatte sie die Worte gesprochen. Sie sah den Chinesen mit einem Blick an, der keinen Widerspruch duldete. „Ich bin bereit, alles dafür herzugeben. Selbst meine Seele! Ich muss den Flakon haben!“
Der Chinese schaute sie an. In seinen Augen war ein dämonisches Feuer erwacht.
„Sie wülden alles dafül tun?“ Lauernd schaute er sie an. Nathalie trat der Schweiß auf die Stirn. Ihr war, als würde der Raum sich auflösen. Aus würden die Wände wie Gummi auf sie zukommen. Nur schemenhaft bekam sie mit, wie der Chinese ein teuflisches und siegessicheres Lächeln im Gesicht hatte.
„Ja, alles würde ich dafür tun.“ Wie im Fieber kamen die Worte über ihre Lippen.
„Versprechen Sie nicht mehl, als Sie halten können! Del Pleis ist hoch!“
„Ich bin bereit, den Preis zu zahlen. Was kostet dieser Flakon?“
„Deine Seele!“
„Wie? Wie meinen Sie das?“
„Ganz einfach! Dieser Duft macht dich unwiderstehlich. Ob es sich nun um geschäftliche Dinge, oder um einen Mann handelt. Jeder, der diesen Duft an dir riecht, ist dir und deinem Willen verfallen. Du wirst allmächtig werden!“

Nathalie schossen die Bilder ihres schmierigen Chefs durch den Kopf. Sie sah die täglichen verachtenden Blicke, die er ihr zuwarf und die Beleidigungen. Nie hatte sie das richtige Glück genossen. Auch bei den Männern zog sie immer nur die Nieten.
„Ich bin bereit, den Preis zu zahlen!“ Fest kamen die Worte über ihre Lippen.
„Nun höre erst einmal, was der Preis ist.“ Der Chinese hatte sich mittlerweile in Geradon verwandelt. Nichts war mehr von seinem Dialekt zu hören. Groß, stark und dämonisch blickte er sie an. Wenn sie es jetzt gewagt hätte, einen Rückzieher zu machen, wäre sie sofort des Todes gewesen. Doch der Gedanke kam ihr gar nicht. Sie wollte den Flakon! Sie war bereit – jeden Preis zu zahlen! Jeden!
„Höre Nathalie Smith, jeden Monat, wenn der Vollmond scheint, musst du mit einem Mann schlafen. Dieser Mann ist die Kraft des Flakons. Während des Geschlechtsaktes wird er sterben und sich erst zur Mumie verwandeln. Nach einer Stunde wird er zu Staub zerfallen und nach einer weiteren Stunde wird auch der Staub nicht mehr vorhanden sein.
Seine Seele wird mir in dem Moment zufallen, wo der Staub von der Erde verschwindet.“ Und mit jeder Seele werde ich mächtiger, dachte er im Stillen bei sich.
„Als Lohn dafür wird dir der Flakon wieder gefüllt. Solltest du nur einmal den Termin versäumen, wirst auch du zu Staub zerfallen und deine Seele wird auf ewig im Höllenfeuer schmoren! Bist du bereit, den Preis zu zahlen?
Als Lohn wirst du allmächtig sein und die Erde wird dir zu Füssen liegen!“
Gierig lauernd wartete er auf Nathalies Antwort.
Wie in Trance sagte sie: „Ja, ich bin bereit den Preis zu zahlen.“
„So sei es!“
Der Dämon holte eine Papyrusrolle hervor und schrieb mit seinem Blut den Vertrag aufs Papier. Als der Vertrag fertig war, nahm er ein Messer und ritzte Nathalies Daumen. Er hielt den Daumen über ein kleines Glas und das Blut tropfte hinein.
Nathalie nahm die Feder unterschrieb den Vertrag mit ihrem Blut.
Nachdem sie den letzten Buchstaben geschrieben hatte, löste sich der Vertrag im Nichts auf und der Dämon sagte mit lauter Stimme:
„So sei es getan! Hier ist dein Flakon!“
Lachend gab er Nathalie den Flakon, den sie an sich nahm, wie der Verdurstende das Wasser.
„Nun geh und erfülle deinen Vertrag!“
Nathalie stand auf und ging aus dem Haus. Nachdem sie einige Schritte getan hatte, wurde ihr Verstand wieder klarer. Sie schaute sich um und erschrak. Dort, wo soeben noch der Laden war, schaute sie in eine leere Fensterhöhle. Die Scheibe war eingeschlagen und alles trostlos und leer. Sie schaute das Haus näher an und stellte fest, dass es sich um ein Abbruchhaus handelte. Nathalie fror und wäre der Flakon nicht gewesen, hätte sie gedacht, geträumt zu haben.

Am nächsten Tag ging sie um 8 Uhr ins Büro. Bevor sie eintrat, nahm sie den Flakon und tupfte sich einige Tropfen des Parfüms auf den Hals.
„Nathalie, wo bleiben Sie denn? Kommen sie endlich rein! Oder haben Sie wieder nichts verkauft, sie unfähige Person?“
Durch die Glastüre hörte sie ihren Chef schon wieder rumbrüllen. Sie holte tief Luft und trat ein.
„Hallo Chef!“ ,flötete Nathalie. „Schon so früh auf den Beinen?“
„Also,…“
Nathalie trat näher an ihn heran und dachte bei sich: wenn das Parfüm wirkt, dann muss es jetzt wirken – oder ich habe alles nur geträumt und bin gefeuert.
„Was meinten Sie Chef?“
Der betörende Duft des Parfüms hatte mittlerweile ihren Chef erreicht und es ging eine erstaunliche Veränderung mit ihm vor…

Die Gesichtszüge glätteten sich und irgendwie wirkte er wie in Trance. Dieser Vorgang dauerte nur wenige Sekunden. Dann war er äußerlich wieder derselbe Mensch. Aber als er den Mund aufmachte, war er nicht wieder zu erkennen.
„Liebste Nathalie, wie geht es Ihnen? Sie sind so früh im Büro. Haben Sie den alten Schuppen verhökern können?“
Als Nathalie vor Sprachlosigkeit kein Wort herausbrachte, meinte er weiter: „Macht ja nichts. Beim nächsten Mal klappt es eben besser. Wollen Sie eine Tasse Kaffee, meine Liebe?“
Sie konnte nur noch zustimmend nicken. Also wirkte es doch. Sie hatte nie und nimmer damit gerechnet. Eher hatte sie gedacht, dass ihr die Pizza gestern auf den Magen geschlagen wäre und sie schlecht geträumt hätte.

In den nächsten Wochen ging es merklich aufwärts mit ihr. Nicht nur, dass ihr Chef ihr nichts mehr abschlagen konnte, sie hatte auch endlich den erhofften Erfolg bei Männern. Sie genoss das Leben in Zügen.
Geschäftlich ging es in den kommenden Monaten steil nach oben.
In kurzer Zeit hatte sie ihre eigene Maklerfirma gegründet und da ihr weder Käufer, noch Verkäufer etwas abschlagen konnten, war abzusehen, wann sie zu der Elite des Landes zählen durfte.
Privat genoss sie das Leben ebenfalls in vollen Zügen. Jeder Mann lag ihr zu Füßen und sie hatte ihre wahre Freude daran. Männer wurden zum Fließbandprodukt. Sie ließ sie fallen, wie sie gerade Lust dazu hatte. Und das Bemerkenswerte daran war eben, dass ihr noch nicht einmal jemand böse war. Das lag aber alleine an dem Zauber des Flakons.
In jeder Vollmondnacht nahm sie einen Mann mit ins Bett und am Morgen war der Flakon voll und die Leiche hatte sich im wahrsten Sinne des Wortes in Nichts aufgelöst.

Doch in der Zwischenwelt war es gar nicht so friedlich. Der Herr der Finsternis hatte mittlerweile wohl gemerkt, wer ihm den Flakon entwendet hatte.
Geradon hatte zwar mittlerweile dank der fleißigen Arbeit von Nathalie, enorm an Macht gewonnen, doch sich mit dem Herrn der Finsternis zu messen, war wohl doch etwas zu gewagt gewesen. So hatte der Höllenfürst schnell herausbekommen, wer der Täter war und er hatte seine Häscher auf ihn angesetzt. So war ein Wettlauf gegen die Zeit angebrochen. Geradon brauchte nur noch zwei Seelen, um seine Machtposition zu behaupten. Schafften die Häscher aber ihn vorher aufzuspüren, oder noch besser, den Flakon wieder zu beschaffen, war die alte Ordnung wieder hergestellt. Geradon durfte dann nicht mit Milde rechnen und musste sich auf das schlimmste Fegefeuer einstellen.

Nathalie wusste von alledem nichts. Sie lebte sorglos in den Tag. Nachdem sie heute Nacht den Vertrag wieder erfüllt hatte, fiel der Druck von ihr ab und sie dachte schon an den morgigen Tag, wo sie eine Verabredung mit einem bekannten Playboy hatte. Zynisch legte sich ein dämonisches Lächeln über ihr Gesicht. Nichts war mehr übrig von der alten Nathalie. Nichts war mehr da von der gütigen, liebevollen und zärtlichen Nathalie.
Kalt war sie geworden. Kalt an Herz und Seele. Genauso kalt wie das Leuchten des Flakons.
Sie ging ins Bad und duschte ausgiebig. Als sie fertig war mit der Abendtoilette, ging sie zurück ins Schlafzimmer. Das Bett war leer. Wie immer hatte sich der Körper ihres Opfers erst in Staub verwandelt und nachdem die Seele in die Hölle gefahren war, verflog auch der Staub.
Nichts war mehr da von Ihrem Liebhaber. Sie wunderte sich, dass auch die persönlichen Sachen und die Wäsche, eben alles von ihrem Opfer verschwand. Aber Gedanken machte sie sich nicht darüber.

Sie erfüllte ihren Teil des Paktes und dafür füllte sich der Flakon wieder. Alles andere interessierte sie nicht.

4 Wochen später war es wieder soweit. Diese Nacht sollte Vollmond sein. Wie durch Zufall hatte Nathalie vor zwei Tagen einen tollen Mann kennengelernt.
Tom Miller, wie er hieß, war ebenfalls im „Immobiliengewerbe“ tätig. Und wie er sagte, hätte er schon mancher Seele geholfen!

„Tom, komm schon. Wir wollen doch heute einen gemütlichen Abend haben. Einmal so richtig ausspannen“. Nathalie hatte bei diesen Worten einen eigenartigen Klang in der Stimme. Tom schien dies nicht zu merken. Auch entging ihm das Feuer in den Augen Nathalies, da er sich gerade bückte, um das aufgegangene Schuhband zu schließen.
„Ja, meine Liebe. Heute Abend werden wir die Nacht der Nächte haben. Gerne folge ich dir nach Hause.“
Nathalie war beruhigt. Lief doch alles genau nach Plan. Dann hatte sie wieder einen Monat Ruhe und konnte ihr Leben genießen.
Tom ging um den Bentley herum und öffnete Nathalie die Türe. Nachdem auch er Platz genommen hatte, meinte er:
„So, Nathalie, dann wollen wir mal. Ich freue mich schon auf diese traumhafte Nacht mit dir. Ich habe vorhin noch einige Flaschen Champagner gekauft. Ich weiß doch, was dir so am besten schmeckt. Er nahm ihre Hand und küsste sie zärtlich.
Hinter ihnen hupte es laut und er schrak aus der Zärtlichkeit des Augenblicks auf. Tom ließ den Motor an und leise, aber kraftvoll setzte sich der Wagen in Bewegung.
Es dauerte gut eine Stunde. Dann waren sie in dem kleinen Vorort angekommen, wo sich Nathalie zwischenzeitlich ein stattliches Anwesen gekauft hatte. Sie ließen den Wagen auf dem Vorplatz stehen und verschwanden im Haus.
„Nathalie, Liebste! Ich stelle den Champagner schnell in den Kühlschrank.“
„Gerne, Tom! Ich gehe schon einmal nach oben.“ Nathalie verschwand Richtung erste Etage und machte sich frisch.

Tom, inzwischen in der Küche angekommen, hatte den Kühlschrank geöffnet und stellte den Champagner hinein.
„Wo bleibst du mein Liebling!“ Nathalies Stimme kam leise aus dem ersten Stock.
„Ich komme schon!“ Tom eilte die Treppe hinauf.
In der Zwischenzeit hatte Nathalie sich frisch gemacht und von dem Parfüm einige Tropfen aufgelegt. So war ihr Tom willig und wenn sie, wie es der Pakt vorsah, den Geschlechtsakt um Mitternacht ausübte, war Tom verloren – und ihre Seele gerettet.
Ein Blick auf die Uhr sagte ihr, dass es nur noch eine Stunde bis Mitternacht war. Sie musste sich beeilen!
Tom kam ins Zimmer und hatte 2 Gläser und eine Flasche Champagner in der Hand. Nachdem sie erst einmal getrunken hatten, wurden sie zärtlicher. Nathalie bremste Tom immer wieder, denn bis Mitternacht war es noch etwas Zeit. Noch 15 Minuten, bis der Pakt wieder erfüllt werden musste.
„Was hast du?“ Sie schaute Tom an, der etwas geistesabwesend zu sein schien.
„Ich komme gleich wieder.“ Er küsste sie auf die Stirn und entschwand kurz im Bad. Es dauerte nur eine Minute und er war wieder bei Nathalie. Länger hatte es nicht gedauert, die kleine Ampulle zu zerbeißen. Es dauerte auch gar nicht lange und sie vergaßen die Welt um sich herum und widmeten sich ihrer Leidenschaft.

Da schlug die Uhr auf dem Kamin. 12 mal – Mitternacht!

Nathalie war auf einmal ganz schummerig. Was war mit ihr? Sie schien in ein großes Loch fallen zu wollen. Alles drehte sich um sie.
„Tom, was ist mit mir?“ Mühsam kamen die Worte über ihre Lippen. Die braunen Haare schienen grau zu werden und ihre ehemals gesunde Gesichtsfarbe schien sich auch zu verändern.
„Tom!“
Da vernahm sie ein dämonisches Lachen. „Hast du geglaubt elender Erdenwurm, den Fürst der Hölle betrügen zu können! Dein Pakt ist Null und Nichtig! Dank des Gegenmittels, das mir der Fürst gegeben hat, war ich unempfänglich gegenüber dem Parfüm!“
„Aber ich habe den Vertrag doch erfüllt“, kam es mit schwacher Stimme über ihre Lippen.
„Mit einem Dieb und Betrüger! Dieser Pakt gilt nicht!“ Tom hatte sich erschreckend verändert. Aus dem netten Mann war ein Häscher geworden. Ein Häscher des Fürsten der Hölle. Lange hatte er suchen müssen. Aber zum Schluss war es leicht, denn Nathalie hatte mit ihrer Lebensführung dafür gesorgt, dass er sie leicht finden konnte.

„Tom!“ Leise kam der Hauch des Todes zu Nathalie. Tom hatte den Flakon geöffnet und Nathalie zerfiel vor seinen Augen. So wie sie zerfiel, so füllte sich der Flakon wieder.

„Das Werk ist vollbracht. Mein Fürst, ich komme!“

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