Das Untersuchungsergebnis

Ich

Mit hallt noch das Untersuchungsergebnis des Arztes im Kopf.
Ich werde schweißnass wach, der Puls flattert…
Worte, die mich wie ein Pfeil ins Herz trafen. Sieben Tage ist es her. Zeit genug, sie zu verarbeiten!  Tage und Nächte, an denen ich mich mit ihnen auseinandersetzen konnte…
Doch, ich habe sie bis heute nicht verkraften können.

Krampfartig ziehen sich meine Gedärme zusammen, leichte Übelkeit überkommt mich.
Erbrechen? Verkrampfen?…
Schweiß perlt mir vom Gesicht.
Mein Magen scheint nur noch faustgroß zu sein, ich spüre irgendwie ein Verlangen und auch nicht.

Kurz bevor ich verzweifel, gilt mein Blick dem Wasserglas.
Ich nehme es, trinke wie ein Verdurstender.
Es hilft nicht viel. Ich gehe zur Toilette, fülle nach – trinke…
Ein Völlegefühl nimmt Besitz von mir. Zuviel des Wassers.
Nachdem ich es erbrochen habe, trinke ich noch ein Glas. Vorsichtig – langsam…

Schleppend, kraftlos mein Gang zurück ins Schlafzimmer.
Ein Blick in den Spiegel zeigt mir ein gequältes, blasses und verschwitztes Gesicht. Tief geht mein Atem, der Druck weicht langsam – der Bauch entspannt, entkrampft. Während ich versuche, Gedanken, die mich quälen, zu verdrängen, ruhig zu werden, um den Schlaf des Gerechten zu finden, fällt mir eine Nachricht von gestern ein:

2009 werden über 1 Milliarde Menschen auf der Welt zu wenig zum Essen zu haben – sie hungern! Nun, zurzeit sind es 1 Milliarde und einer. Denn, 22 Kilo müssen noch runter – und da muss ich jetzt durch!
Ich drehe mich herum, schlafe endlich ein und träume von einer saftigen Haxe…

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