Unglücklicher Forscher spukt auf der Pfaueninsel Berlin

Rot sollen seine Augen glänzen, düster soll seine Erscheinung sein: der Alchimist von der Pfaueninsel in Berlin!

Johann Kunckel von Löwenstern war in Chemie äußerst begabt. Er sollte für seinen Kurfürsten, Friedrich von Brandenburg, heimlich Gold herstellen. Für das Volk war das Betreten der Insel streng verboten.

Den Berlinern war er wohl schon damals nicht geheuer, verschrien als unheimlicher Zauberer. Einen Pakt mit den dunklen Mächten, vielleicht gar mit dem Teufel, solle er geschlossen haben, munkelte man.

Auch wenn von Löwenstern die Herstellung von Gold nicht gelang, so konnte er doch wertvolles Goldrubinglas anfertigen. 1689 aber explodierte sein Labor – der Ruin!

Nachdem Friedrich von Brandenburg gestorben war, musste sich Kunckel von Löwenstern wegen Veruntreuung vor Gericht verantworten, da er nicht das von der Regierung erwünschte Gold produziert hatte. Der Nachfolger seines Förderers, Friedrich III., ließ ihn als Hexer anklagen und verbannte ihn.

Nachdem sein Ansehen in Preußen unwiderruflich beschädigt war, flüchtete der Alchemist nach Schweden und genoss dort hohes Ansehen. Er starb 1703.

Doch die Zeit auf der Pfaueninsel mit dem tragischen Ende schien seine Seele nie vergessen zu können. Er wurde immer wieder auf dem Eiland an der Havel gesehen – als gruseliger, dunkler Geist mit rubinroten Augen.

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