Spargelmythen – was ist dran?

Spargel

Spargel – die Königin der Gemüse. Und frischer Spargel ist einfach köstlich. Nicht immer günstig, doch waaahnsinnig lecker! Und um das königliche Gemüse ranken sich eine Vielzahl an Mythen. Hier habe ich einmal einige zusammengefasst.

Spargel kann man nicht einfrieren!
Falsch! Viele raten dazu, den Spargel zu schälen und zu vakuumieren. Er hält sich so rund 6 Monate ohne Geschmacksverlust. Doch ich habe eine andere Empfehlung dazu. Ich bekam den Tipp vor rund 30 Jahren von einem Spargelbauern in Holland. Er hatte da rund 30 große Gefriertruhen stehen, wo er den Spargel für die Gastronomie eingefroren hatte. Seine Empfehlung, die ich auch noch heute beherzige: Spargel schälen, in einen Gefrierbeutel geben und mit Leitungswasser bedecken und einfrieren. Wenn man den Spargel dann benötigt, den gefrorenen Block in einem Topf auftauen lassen. Das gesamte Aroma bleibt so erhalten und er braucht nur rund 3 Minuten, bis er bissfest gegart ist.

Weißer Spargel soll gesünder sein als der grüne Spargel
Auch dieser Mythos ist falsch! Der weiße Spargel wächst unter der Erde unter Lichtabschluss. Daher sieht er wohl edler aus. Der grüne Spargel, der über der Erde wächst, hat wesentlich mehr Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin A, Folsäure, Kalium und Natrium als weißer Spargel.

Spargel ist harntreibend
Stimmt! Die Asparaginsäure, die im Spargel enthalten ist, hat eine harntreibende Wirkung. Tipp: Der unangenehme Urin-Geruch lässt sich durch Trinken von Wasser (mindestens ein halber Liter) etwas abschwächen.

Frischer Spargel erkennt man am Quietschen
Auch dieser Mythos ist so nicht richtig. Zwar quietschen die frischen Spargelstangen, wenn man sie aneinander reibt. Jedoch sollte man auf weitere Merkmale achten. Die Schale muss glänzen und der Spargel muss eine feuchte Schnittstelle haben. In einem feuchten Tuch aufbewahrt, bleibt er ohne Qualitätseinbuße zwei Tage frisch.

Spargel ist gesund absolut richtig!
Stimmt! 500 Gramm decken 80 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C und E sowie fast 50 Prozent des Kaliumbedarfs, der den Wasserhaushalt des Körpers reguliert. Spargel liefert außerdem diverse sekundäre Pflanzenstoffe und schwefelhaltige Sulfide, die antibakteriell wirken und sogar krebshemmend sein sollen. JEDOCH:

kann Spargel Gichtanfälle verursachen
Gichtpatienten und Nierenkranke sollten vor dem Verzehr Rücksprache mit ihrem Arzt halten, wie viel Spargel sie bedenkenlos essen dürfen. Wird zu viel Spargel verzehrt, kann dies zur Verschlimmerung der Beschwerden führen.

Spargel macht schlank
Auch dieser Mythos kann bejaht werden. Mit nur 19 Kcal ist er wirklich ein Schlankmacher. Aber nur, wenn man ihn nicht in Butter oder Sauce Hollandaise ersäuft. Stimmt!

Bittere Stangen sind giftig
Falsch! Werden die Stangen zu nah am Wurzelstock gestochen oder gab es einen drastischen Kälteeinbruch dicht gefolgt von großer Wärme, lagern sich in den Stangen mehr Bitterstoffe ein. Folge: Der Spargel schmeckt bitter. Das ist zwar unschön, aber ungefährlich. Tipp: Beim Kochen dem Spargel etwas Zucker und/oder Butter zufügen, das entzieht die Bitterstoffe.

Weiße Stangen schmecken besser als die mit blauen Köpfen
Falsch! Diese Stangen sind zwar billiger, weil sie nicht dem Spargel-Idealbild entsprechen, schmecken aber genauso gut. Die Färbung kommt zustande, wenn die Spargelköpfe vor dem Eintreffen der Spargelhelfer aus dem Erdreich stoßen und das Licht die Spargelspitzen verfärbt.

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