Mythos: Raucher haben sich nach 7 Jahren regeneriert.

Aschenbecher

Wer der Meinung ist, dass der Körper sich nach 7 Jahren vom Rauchen erholt hat, wird sich wundern. Aber auch, was schon kurz nach dem Rauchstopp mit dem Körper passiert. Lesen Sie hier, was wirklich passiert, denn der Körper nimmt jede einzelne Zigarette übel:

Im „British Medical Journal“ war erst kürzlich zu lesen, was bei den Forschungsergebnissen des Londoner University College herauskam. Nämlich, dass schon Gelegenheitsraucher ein stark erhöhtes Risiko haben, an einem Schlaganfall zu sterben, Ebenso ein sehr erhöhtes Risiko, an einer Herz-Kreislauferkrankung zu sterben.

Doch jetzt einmal Tacheles!
So schnell erholt sich Ihr Körper, nachdem Sie mir dem Rauchen aufgehört haben:

Können Sie sich vorstellen, dass bereits am ersten Tag Erfolge zu verzeichnen sind? Schon nach  20 Minuten nachdem Die die letzte Zigarette geraucht haben, pendelt sich schon die Herzfrequenz und der Blutdruck wieder ein. In den nächsten 8 Stunden geht die Kohlenmonoxydbelstung im Blut zurück. Doch sind erst einmal 24 Stunden vergangen, hat sich die Gefahr auf einen Herzinfarkt deutlich verringert.

Einige Tage nachdem Sie mit dem Rauchen aufgehört haben, verbessert sich der Geruchs- und Geschmackssinn deutlich. Alles schmeckt auf einmal viel intensiver und besser.

Die Lunge hat sich nach 2 – 3 Monaten schon etwas erholt. Der Atem wird länger, Treppensteigen ist auf einmal viel leichter geworden und beim Sport hat man mehr Ausdauer.

Etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Rauchstopp gehen die Hustenanfälle und die Kurzatmigkeit zurück. Man fühlt sich nicht mehr so schlapp und auch die Nebenhöhlen werden freier. Die Lunge wird sauberer und die Gefahr auch eine Lungenentzündung wird verringert.

Nach 5 Jahren Rauchstopp sind Sie nur noch halb so mal  gefährdet, eine koronare Herzkrankheit zu erleiden, wie ein Raucher. Und die Gefahr auf einen Schlaganfall hat sich auf die Hälfte verringert.

10 Jahre nach der letzten Zigarette hat sich die Gefahr, an einem tödlichen Lungenkrebs zu sterben, halbiert. Genauso verhält es sich mit der Gefahr auf eine Krebsentwicklung in Luft- und Speiseröhre, Nieren, Bauchspeicheldrüse und im Mundraum.

Erst nach 15 Jahren ist Ihr Körper so aufgestellt, als hätten Sie nie geraucht. Sie sehen also, dass man mit dem Rauchen nicht früh genug aufhören kann, bzw. gar nicht erst anfangen sollte.

 

 

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Dieses alltägliche Symptom kann auf einen Herzinfarkt hindeuten

Herzinfarkt
Meist verbindet man Herzinfarkt mit vernichtenden Brustschmerzen – zu Recht! Doch bei Frauen nach der Menopause können die Symptome deutlich unspektakulärer ausfallen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben für Frauen in Deutschland der gefährlichste Killer, warnt die Deutsche Herzstiftung in einer aktuellen Pressemitteilung. Laut Statistischem Bundesamt verstarben allein 2016 185.867 Frauen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, darunter 20.539 an einem Herzinfarkt. „Viele Herzinfarkt-Todesfälle bei Frauen ließen sich vermeiden, würden die Symptome richtig gedeutet und so wertvolle Zeit gewonnen“, erklärt Prof. Dr. med. Christiane Tiefenbacher vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung und Chefärztin der Kardiologie am Marien-Hospital Wesel.

Dass so viele Menschen infarktbedingt ihr Leben lassen, hat auch damit zu tun, dass sie bei akuten Brustschmerzen nicht umgehend die Feuerwehr rufen. Denn: Je mehr Zeit nach einem Herzinfarkt verstreicht, desto größer ist die Gefahr, dass es zu einem Herzkammerflimmern und plötzlichen Herztod kommt. Darüber hinaus können durch einen Infarkt (große) Teile des Herzmuskels irreparabel zerstört werden, was in einer langfristigen Herzschwäche münden kann. Darum ruft die Deutsche Herzstiftung folgendes Prinzip ins Gedächtnis: Zeit ist Herzmuskel.

Ältere Frauen rufen zu spät den Notarzt

Vor allem Frauen über 65 zögern extrem lange, bis sie schließlich die 112 wählen. So hat die sogenannte „MEDEA-Studie“ des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) herausgefunden, dass Ü65-Frauen durchschnittlich viereinhalb Stunden warten, Männer hingegen „nur“ dreieinhalb Stunden. Ein Grund dafür: Die Symptome fallen bei Mann und Frau oft unterschiedlich (heftig) aus.

Typischer „Vernichtungsschmerz“ fehlt oft

Herzinfarkt-Symptome bei älteren Frauen fallen häufig sehr unspezifisch aus. Vor allem bedeutet das, dass bei ihnen der so typische starke Schmerz im Brustbereich (Vernichtungsschmerz) fehlt. Das Ausbleiben von Brustschmerzen sei ein Alterseffekt, der auch bei Männern vorkomme. „Je älter die Herzinfarkt-Betroffenen sind, desto weniger Brustschmerz nehmen sie wahr. Ältere Herzinfarkt-Patientinnen empfinden häufiger eher ein Druck- oder Engegefühl in der Brust“, erklärt die Herzmedizinerin.

Von wegen harmlos: Bauchschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Prof. Tiefenbacher weiter: „Diese werden von den betroffenen Frauen nicht selten fälschlicherweise als harmlose Magenverstimmung gedeutet. Der lebensrettende Anruf bei der Rettungsstelle bleibt dann aus – oder findet erst verspätet statt.“

Die Kardiologin rät Frauen, bei Verdacht auf einen Herzinfarkt sofort den Rettungsdienst unter der 112 zu rufen.

Darum erhöht sich das Herzinfarkt-Risiko nach der Menopause

Bis vor der Menopause sind Frauen dank ihrer Östrogene relativ gut vor einem Herzinfarkt geschützt. Rund zehn Jahre nach Einsetzen der Wechseljahre steigt hingegen das Infarkt-Risiko stark an. Das heißt natürlich nicht, dass jüngere Frauen nicht ebenfalls klassische Risikofaktoren reduzieren sollten. Dazu gehören Rauchen, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress.

Weitere Infos rund ums Herz finden Sie auf der Internetpräsenz der Deutschen Herzstiftung.

Quelle des Artikels: Fitbook

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