Das gesündeste Lebensmittel der Welt ist…

Brunnenkresse

Die Vitamine A, B12 und D, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium und Eiweiß – (unter anderem) solche Inhaltsstoffe machen ein Lebensmittel wertvoll und können dabei helfen, die Entstehung chronischer Krankheiten zu verhindern. Das glauben Forscher der William Paterson University in New Jersey. Um entsprechend eine Empfehlung geben zu können, welches Gemüse und Obst häufig verzehrt werden sollte, haben sie rund 41 Sorten auf ihre Nährstoffqualitäten analysiert. Die Methode: Der Gehalt an wichtigen Pflanzenstoffen und Co. wurde zusammengefasst und mit dem der Gesamtkalorien ins Verhältnis gesetzt. „Je höher bewertet, desto mehr Nährstoffe liefert ein Lebensmittel“, erklärt dazu eine der Studienautoren, Dr. Jennifer Di Nova, in einer Pressemitteilung der Uni. Der Der Sieger: Die echte Brunnenkresse!

100 Kalorien aus Echter Brunnenkresse sollen den Tagesbedarf an allen in der Studie relevanten Nährstoffen decken – so das Ergebnis der Untersuchung. Die Gräser landeten damit auf Platz eins des Rankings der gesündesten pflanzlichen Lebensmittel überhaupt. Im Fachblatt „Preventing Chronic Disease“ sind auch die dahinter platzierten Gemüse- und Obstsorten aufgelistet.

Hier nun die Top Ten:

1. Brunnenkresse
2. Chinakohl
3. Mangold
4. Rübstiel (Rübsen)
5. Spinat
6. Chicorée
7. Blattsalat
8. Petersilie
9. Romanasalat
10. Kohlblätter

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Eisen im Spinat

Ich

Eisen im Spinat ist das Paradebeispiel für einen Irrtum, der durch stete Wiederholung zur vermeintlichen Wahrheit wurde: Das Grünzeug mag Popeye stark machen, viel Eisen aber enthält es nicht. Ein medizinisches Fachblatt trug nun die populärsten Legenden zusammen, an die selbst Ärzte glauben.

Die Legende vom außergewöhnlich eisenhaltigen Spinat kam bereits 1890 in die Welt: Der Physiologe Gustav von Bunge hatte korrekt den Eisengehalt von 100 Gramm Spinat mit 35 Milligramm bestimmt. Allerdings hatte er getrockneten Spinat untersucht, der zehnmal so viel Eisen enthält wie die gleiche Menge frischen Krautes. Das hier aber Konzentrat mit Frischware verglichen wurde, geriet bald schon in Vergessenheit: Die Mär vom Gemüse, mit dem sich Mangelerscheinungen kurieren lassen, ging um den Globus – und lebt fort.

Popeye, der fehlernährte Seemann: Seine viel zu einseitige Diät hätte ihm keine Eisen-Fäuste verliehen
Ihren populären Ausdruck fand sie in Popeye (*1929), in Deutschland lange mit dem Beinamen „der Spinatmatrose“ bekannt, der wahrlich keinen Mangel leidet: Er führt sich Dosenspinat in Massen ein, worauf ihm die Muskeln schwellen – ein Mann mit Fäusten aus Eisen.

Das tatsächlich im Spinat enthaltende Eisen ist für Menschen per Verdauung noch nicht einmal verwertbar. Korrekt wäre es nach aktuellem Kenntnisstand, seinem Nachwuchs die Vorzüge des grünen Papps stattdessen mit seinem Vitamin-, Eiweiß- und Mineralgehalt zu begründen. Seit Generationen aber muss das Eisen herhalten, das gesunde Kraut schmackhaft zu machen: Legenden sind hartnäckig.

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